Konzert im Musikforum Katharinenkirche Stendal (24. März 2018)

Wenn der Elbchor Bittkau-Grieben zur alljährlichen Saison-Eröffnung in das Musikforum Katharinenkirche in Stendal einlädt, dann sind die Anhänger so zahlreich, dass die Veranstaltung mit rund 200 Plätzen ausverkauft ist. Nach Angaben des Marketing-Leiters Mike Andrys (Tangerhütte) hätten noch 50 Karten mehr verkauft werden können.

Die Anwesenden konnten sich an ihrer Lieblingsmusik und an der Art und Weise der Darbietung erfreuen. Es wurde nicht nur reine Chormusik dargeboten. Vielmehr wurde der Gesang in eine kleine, mit viel Humor dargebotene Geschichte eingebunden. Der Leichtmatrose Kuddel (Florian Sajontz aus Bittkau) hatte vom Schiff „Dorothee“ abgeheuert und die anderen Seebären zur Einweihung seiner Kneipe eingeladen. Aus diesem Anlass bot er einen Punsch an, der mit allerlei Zutaten und dazu passenden Geschichten und Liedern angerichtet wurde. Für die meisten Zuschauer handelte es sich um bestens bekanntes Liedgut, sodass das Mitsingen selbstverständlich und eine offensichtliche Freude war.

Die Art und Weise, in der die Lieder von Chorleiter Tilmann Frieser (Stendal) und den weiteren Instrumentalisten dargeboten wurden, ließ bei den Zuhörern keine Wünsche übrig. Tilmann Frieser trieb mit seiner Leidenschaft auch manch betagtes Chormitglied noch zu Höchstleistungen an. So brachte der über 80-jährige Dieter Rohloff (Birkholz) den Hans Albers-Song „Die große Freiheit“ zu Gehör und erntete dafür tosenden Applaus. Auch die weiteren jüngeren Solisten, wie Günter Borchert, Karl-Otto Stöber und Fred Altmann (sämtlichst Grieben), Walter Oelze (Bittkau), Mike Andrys als Einzelsänger, sowie Horst Euen (Grieben) und Peter Wiese (Tangerhütte) im Duett,  wussten zu gefallen. Seemannsgarn wurde nicht nur gesponnen, sondern in Form von bunten Wollknäueln an bereitwillige Zuhörinnen verteilt. Diese fertigten daraus bis zum Ende der Vorstellung viele Meter Gehäkeltes und gaben dieses wieder an den Chor zurück. Dazu gab es stehenden Applaus und selbst nach drei Zugaben mochten die Zuhörer den Heimweg nur zögerlich antreten.